D | 2016 | Dokumentarfim | 72 Min.

Sprache Deu Produktionsländer DEU, NL

Buch & Regie Susanne Bohlmann Produzent Christopher Hawkins Kamera Lars Filthaut, Anna Baranowski & Susanne Bohlmann

"Berührende Langzeit-Doku über ein Ehepaar in Niedersachsen, das über Jahrzehnte vom Bau eines eigenen Schiffes und einer Weltumseglung träumt und diesen Traum – fast – in die Tat umsetzt. „Glück“ – das ist nicht nur das, was Sabine, 63, Krankenschwester, und Michael, 66, Arzt, im Unglück gehabt haben, als sie bei einem Brand 2004 ihr Zuhause verloren und nur mit knapper Not dem Feuer entkamen. Das Streben nach Glück ist es auch, was die beiden über 20 Jahre lang angetrieben hat, ihren persönlichen Traum Realität werden zu lassen: Die in Eigenbau entstandene 12-Meter-Yacht „To.Pas“ hat endlich ihren Stapellauf!

Mit über 60 ist das Leben nicht vorbei – aber es wird jetzt Zeit, die Welt zu umsegeln. Doch haben Sabine und Michael noch die Kraft dazu? In beeindruckend intimen Interviews und zahlreichen privaten Film- und Foto-Dokumenten erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Susanne Bohlmann eine berührende Liebesgeschichte und von dem lebenslangen Streben nach Freiheit und Ungebundenheit."

Jury / Filmfest Emden-Norderney

Die Doku zeigt die Geschichte aus sehr persönlichem Blickwinkel.

So erlaubt der Film tiefe Einblicke in die Hintergründe des Bootsbau-Projektes. Durch diese Nähe kommt man gar nicht umhin, beim Stapellauf der To.Pas mitzufiebern. Richtig spannend wird es beim Wassereinbruch an der Wellendichtung bei der Jungfernfahrt, bei dem die Kamera immer hautnah dabei ist. Aber gehen die beiden auch auf große Fahrt mit ihrer To.Pas? Aber auch wegen dieser Frage ist der Film jedem, der ein solches Projekt plant, nur wärmstens zu empfehlen. Man kann viel von der sympathischen Familie lernen: Durchhaltevermögen auf der einen Seite, aber auch die Erkenntnis, dass bei einem solchen Bootsbau der Weg (auch) das Ziel sein sollte.

"Klabauterkiste" / Online-Magazin für Segler

Logline Die selbst gebaute 12-Meter-Yacht „To.Pas“ hat nach 20 Jahren ihren Stapellauf! Doch sind das 68er Ehepaar Sabine und Michael bereit die Segel zu setzen?

Synopsis

In einem kleinen Dorf in Niedersachsen steht ein 12-Meter-Boot aus Aluminium in einem Garten. Heute ist der große Tag: es soll endlich ins Wasser! 20 Jahre nach der ersten Idee hat die selbstgebaute „To.Pas“ endlich ihren Stapellauf. Die Erbauer aus der 68er Generation, das Rentnerehepaar Sabine und Michael, haben wenig Erfahrung im Segeln. Sie wollten viel früher ins Wasser. Doch das Leben kam ihnen immer wieder dazwischen – ein Brand – Krankheit – Alter. Mit Mitte 60 ist das Leben nicht vorbei, sondern es ist Zeit die Segel zu setzen. Das Schiff ist bereit, doch sind es auch Sabine und Michael? Eine Liebesgeschichte, die wieder einmal zeigt, dass der Weg das Ziel ist...

 

Sabine und Michael Bohlmann leben auf dem Land, nahe einer Kleinstadt in Niedersachen. Sie gehören zur Generation 60 plus. Michael ist seinerzeit Arzt gewesen und Sabine Krankenschwester. Sie haben sich vor 40 Jahren im Krankenhaus kennengelernt. Sie kauften ein altes Bauernhaus und renovierten es mit eigenen Händen und bekamen zwei Kinder. Anfang der 90er Jahre verbrachten sie einen gemeinsamen Urlaub in Spanien und bekamen beim Anblick der ein- und ausfahrenden Segelschiffe im Hafen von Barcelona Lust selbst einmal mitzufahren. Der Grundstein war gelegt; Sabine und Michael waren dem Segeln verfallen, es ging ihnen nicht mehr aus dem Kopf. Kaum zurückgekehrt, beschlossen sie sofort einen Bootsführerschein zu machen und mehr noch: sie fassten den Plan ihr eigenes Schiff zu bauen! Michael laß alle Bücher, die es zu dem Thema gab und sein Ingenieurfieber war geweckt. Eine 12-Meter-Yacht sollte es werden. Ein Traum von Freiheit aus Aluminium. Die Bauzeit kalkulierte er mit ungefähr zwei Jahren. Nun, zwanzig Jahre später, die Kinder sind aus dem Haus, Sabine und Michael sind bereits Rentner und Mitte 60, ist der Moment gekommen. Die selbstgebaute „To.Pas“ geht zu Wasser...Doch was ist in den letzten zwanzig Jahren passiert? Was war der Grund für die immense Verzögerung? „Das Leben“, so die Beiden, „Das Leben ist dazwischengekommen“. Natürlich kamen mit der Zeit immer mehr Sicherheitsdetails dazu. „Es muss ja rentnertauglich sein!“ sagt Michael. Geplant war ursprünglich, die Welt zu umsegeln, - aber so viel Zeit bleibt den Beiden wahrscheinlich nicht mehr. Außerdem haben sie kaum Erfahrung im Segeln. Sie sind Senioren und blutige Anfänger. Ein Schwertransporter fährt im Morgengrauen über die A1. Sabine und Michael folgen in ihrem Auto. Sie sind aufgeregt. Noch einmal lässt das Ehepaar die letzten zwanzig Jahre des Baus Revue passieren. Ein Schiff zu bauen und nebenbei eine eigene Arztpraxis und Familie zu unterhalten ist nicht leicht gewesen. Der Bau ging langsamer voran, als gedacht. Dann, an einem Februarmorgen im Jahr 2004, brach im Bauernhaus des Paares ein verheerendes Feuer aus. Durch einen Kabelbrand, ausgelöst, mussten Sabine und Michael mit ansehen, wie ihr Heim vollkommen ausbrannte. Sie mussten komplett von vorne beginnen, lebten 1 Jahr in einem Campingwagen und bauten sich Schritt für Schritt ein neues Zuhause auf. An Schiffsbau war zu dieser Zeit nicht zu denken. Immer wieder mussten die Beiden sich neu aufraffen, sich an ihren Traum erinnern und die Arbeit an der „To.Pas“ wieder aufnehmen. Doch erneut nahm ihr Leben eine ungeahnte Wendung: ihre älteste Tochter wurde krank und konnte sich nicht länger um ihr Baby kümmern. Also kam der kleine Marc zu seinen Großeltern und brachte in das Rentnerleben wieder Struktur und Verantwortung. Doch Sabine und Michael haben nie ihren Traum aufgegeben und arbeiteten in jeder freiena Minute an dem Schiff. Nun ist es tatsächlich fertig und der große Traum wird endlich Realität! Mit Kind und Hund geht es nun auf hohe See oder zunächst einmal auf den Mittellandkanal und dann nach Emden, wo der Mast  mit Segeln schon bereit steht. Doch die Jungfernfahrt läuft alles andere als problemlos. Zwei Jahre später treffen wir Michael und Sabine erneut und stellen fest, wieder hat sich alles anders entwickelt, als gedacht...

Director´s Note Dieser Film ist eine sehr persönliche Geschichte über meine Familie. Schon als ich 1993 die erste Kamera zu Weihnachten bekam drehte ich alles rund um mich zu . Natürlich hat das unglaubliche Vorhaben meiner Eltern ein eigenes Boot zu bauen und damit auf Weltreise zu gehen auch mein Leben entscheidend beeinflusst. Über die vielen Jahre wurde das Boot mehr und mehr zum Symbol – zum Traum – zum Motor. Das Leben in Form von Schicksalschlägen kam meinen Eltern immer wieder dazwischen. Doch immer wieder standen sie auf, trafen mutige Entscheidungen und blieben sich treu. Die Reise meiner Eltern gewährt Einblick in eine Liebe, die in den 70er begann und trotz aller Rückschläge und Hürden nichts an ihrer Kraft und Schöheit verloren hat.

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